Dienstag, 14. Februar 2017

Finest Spirits 2017


Seit meiner Rückkehr aus Schottland und der dort erlangten Erkenntnis, dass Whisky auch lecker schmecken kann, ist die Finest Spirits ein fester Bestandteil meiner jährlichen Messebesuche geworden. Nachdem die diesjährige Veranstaltung unter dem Motto "Liköre" stand, starteten wir unsere Finest Spirits 2017 beim obligatorischen Abstecher zur Finest Spirits Bar und einem Plausch mit Flo von der Theresa-Bar mit einem Blutwurz-Eierlikör-Drink. Klingt für alle Nicht-Blutwurz-Fans erstmal relativ gewöhnungsbedürftig, war aber tatsächlich sehr lecker.


Weiter ging's mit feel! Gin, einem veganen Biogin. Vegan? Richtig gelesen, denn um zu vermeiden, dass beim Abkühlen Schwebstoffe ausfallen und den Gin eintrüben, werden diese üblicherweise mit Gelatine, an die die Schwebstoffe adsorbieren, gefiltert, eine Methode, auf die die Macher von feel! Gin gänzlich verzichten.


Nach einem Kaviarhäppchen (plus Beluga Gold Shot natürlich) ging's gestärkt wieder weiter mit Gin.


Obwohl ich Tonkabohne zu Süßspeisen jeder Art liebe, war ich zunächst etwas skeptisch, ob das typisch vanillig-rumige sich mit Gin überhaupt vertragen würde, aber Tonka Gin haben das sehr elegant gelöst, denn die Tonkabohne schmeckt man erst sehr subtil im Abgang.


Jede Finest Spirits ist ein Abstecher zu The Duke ein absolutes Muss. Neu dieses Jahr: The Duke in einer Kunstedition, die Etiketten gestaltet von Münchner Künstlern und erhältlich als passende Zweierpärchen.


Am Ende gab's für uns bei The Botanist noch einen scharfen Abschlussdrink mit Tabasco, Basilikum und Tomate, und wir freuen uns jetzt schon auf die Finest Spirits 2018.
Schön war's!


Und wem diese ganz und gar für mich untypischen Fotos (bunt UND Weitwinkel!) gefallen haben, darf sich auf mehr Bilder dieser Art freuen, denn wir haben noch eine ganze Reihe Reiseberichte für euch in Vorbereitung... :)

Dienstag, 3. Januar 2017

Aprikosen-Rosmarin-Cocktail mit Gin Mare + Verlosung

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Meine erste Begegnung mit Gin Mare als Cocktail mit Oliven und Rosmarin habe ich vor ungefähr eineinhalb Jahren auf einem Event von Fever-Tree gemacht, als der Gin-Trend gerade ins Rollen gekommen war. Umso mehr habe ich mich gefreut, als neulich eine Anfrage von Gin Mare in mein Postfach geflattert ist. Mein ursprünglicher Plan, einen heißen, winterlichen Cocktail zu kreieren, habe ich dann recht schnell verworfen, weil zu den Gin Mare Botanicals Rosmarin, Thymian, Oliven und Basilikum irgendwie nichts wirklich Winterliches passen wollte... Statt dessen bin ich mit Aprikose und Rosmarin bei einer meiner liebsten Kräuter-Obst-Foodpairing-Kombinationen gelandet (eine leckere Tarte und eine Marmelade gibt es hier auch schon auf dem Blog), und habe für euch eine fruchtige Cocktailalternative mit Gin Mare gemixt.

Pro Glas braucht ihr

eine halbe Aprikose (aus der Dose, den Sirup brauchen wir gleich auch noch)
einen Stängel frischen Rosmarin
ein paar Blättchen frischen Thymian
4 cl Gin Mare
100 ml Tonic Water (Fever-Tree Mediterranean oder Thomas Henry passen sehr gut)

Aprikosenhälfte fein würfeln (so fein dass die Stückchen bequem durch einen Strohhalm passen), Rosmarin abflammen, Thymianblättchen abzupfen. Einen großen Eiswürfel ins Glas geben und einen Esslöffel von dem Apriosensirup darüberfließen lassen. Die Aprikosenwürfel und den Thymian darüber verteilen. Den abgeflammten Rosmarin ins Glas stellen, Gin zugeben und mit Tonic Water auffüllen.

Das Beste kommt zum Schluss: Ich darf an eine/n von euch eine Flasche Gin Mare verlosen. Was ihr dafür tun müsst? Hinterlasst hier bis zum 15.01.17 (24 Uhr) einen Kommentar unter diesem Blogpost. Ein Extralos gibt's, wenn ihr diesen Beitrag noch auf Facebook teilt.
Vielen Dank an Gin Mare für den Gin und die nette Zusammenarbeit!

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Dieser Post enthält Werbung für Gin Mare.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

La Bohème - fantastisch speisen in Schwabing

Für mich als S-Bahn-abhängiges Münchner Kindl (manche würden es auch als aus dem Outback kommend nennen) ist Schwabing eigentlich so grob der Bereich zwischen U-Bahn Giselastraße und Münchner Freiheit. Ich wurde neulich eines Besseren belehrt, und zwar als eine Einladung für das neu eröffnete Restaurant "La Bohème" in mein Emailpostfach flatterte. Denn dort, wo früher die Metro (die ich sogar kannte. Von innen!) stand, entsteht gerade das "Schwabinger Tor", ein neues Stadtquartier mit Bürogebäuden, Wohnhäusern und Restaurants.
Nach einer abenteuerlichen Anreise (wer von der U-Bahn laufen will: bitte rechtzeitig auf die linke Straßenseite wechseln, der Bürgersteig rechts verschwindet einfach plötzlich) bin ich dann doch wohlbehalten im "La Bohème" angekommen. Die Inneneinrichtung wirkt schick aber nicht abgehoben: Hohe, teils unverputzte Wände, viel Kupfer, Kronleuchter, Holz und Leder. Gefällt mir. Auf der Toilette darf man sich mit einem weißen Edding austoben und die Wände bemalen. Gefällt mir auch!
Ein Blick in die Speisekarte verrät, dass man hier nicht arm werden muss, wenn man essen geht. So findet man neben Loup de Mer und argentinischem Rinderfilet wie selbstverständlich auch Flammkuchen oder Ofenbrote. Besonders den Sonntagsbruch für 19 Euro muss ich mir bei Gelegenheit mal live anschauen.


Los ging's mit einem amuse bouche (ich musste tatsächlich grade nach dem Unterschied zwischen amuse bouche und amuse gueule googlen und feststellen: es gibt keinen), gefolgt von Schwarzwurzel mit Herbsttrompeten und Wildkräutern. Wer es, wie ich, ebenfalls noch nie gehört hat: Herbsttrompeten sind Pilze. (Ich musste gerade nochmal bei Wikipedia nachlesen. Die Pilze heißen sonst Toten-Trichterling, aber ich glaube, das macht sich nicht so gut auf der Speisekarte... :D)
Zu jedem Gang gab's natürlich den passenden Wein, von dem ich leider nur nippen konnte, weil ich später noch mit dem Auto fahren musste.
Den Garnelentatar mit Kokos-Madrascurrysuppe mochte ich allein schon für die Art des Servierens (und er schmeckte natürlich wie alles im La Bohème ganz vorzüglich):
Weiter ging's mit einem Onsen-Ei auf Babyspinat mit Nussbutterhollondaise und hauchfein geriebenem schwarzen Trüffel. Onsen-Eier kannte ich bis dato nicht in live und hätte sie mir vermutlich beim Essengehen auch nie einfach mal so bestellt - ein großer Fehler! Anders als bei gekochten Eiern wird das Eigelb nicht bröselig, sondern hat seine ganz eigene Konsistenz und hinterlässt ein unglaublich samtiges Gefühl auf der Zunge. Unbedingt mal probieren!
Ein Novum für mich: Meeräsche mit Graupenrisotto. Ich hatte tatsächlich vorher noch nie Graupen gegessen. (Hallo Mama da draußen, wenn du das liest: Graupen sind echt lecker!)
Es folgte mein Highlight des Abends, das Rinderfilet. Der Rosmarin wurde vom Geschäftsführer Michael Urban am Tisch kurz angeflammt (und die Chemikerin in mir ist eventuell etwas neidisch auf diesen coolen Brenner). Das Fleisch war unglaublich zart und saftig und ich sehr froh, dass es von diesem Gang noch Nachschlag gab.
Den krönenden Abschluss dieses Abends stellte dann noch ein Fondant au chocolat mit Tonkabohneneis dar. Tonkabohne hatte ich irgendwie den Sommer über gar nicht mehr auf dem Schirm, wie konnte ich nur! Sooo lecker!

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich für diesen schönen Abend bedanken. Ich komme auf jeden Fall wieder. Und falls ihr demnächst mal in München sein solltet, schaut definitiv im "La Bohème" vorbei.

La Bohème Schwabing
Leopoldstraße 180
80804 München

 
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